Pfadfinder – für alle, die es genauer wissen wollen

Für alle Interessierten haben wir hier weitere Informationen über die Pfadfinder und speziell über die DPSG zusammengetragen. Bei Fragen zu Pfadfinder oder Pfadfinderbegriffen schreibt uns gerne ein Mail.

Der Begriff Pfadfinder

Der Begriff „Pfadfinder“ ist kein geschützter Begriff, deshalb darf sich quasi jeder Verein als Pfadfinderverband bezeichnen. Das hat zur Folge, dass es viele verschiedene Verbände gibt, die sich in ihren Grundsätzen teilweise immens unterscheiden. Vom militärischen Drill- bis zum Veganer-Verband ist alles dabei. Doch die extremen Positionen sind meist nur in kleinen Gruppierungen vertreten. Der größte Teil der deutschen Pfadfinder ist in einem der drei großen vom internationalen Pfadfinderverband „World Organization of the Scout Movement“ (WOSM) anerkannten Pfadfinderverbände organisiert. Diese Verbände sind:

  • Der größte evangelische Pfadfinderverband, der „Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder“ (VcP) – hat 52.000 Mitgliedern und über 600 Stämmen in Deutschland.
  • Der größte nicht konfessionelle Pfadfinderverband ist der „Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.“ (BdP), der etwa 30.000 Mitglieder in Deutschland hat.
  • Der größte katholische und auch größte deutsche Pfadfinderverband ist die „Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg“ (DPSG) – mit 75.000 Kinder und Jugendlichen und 20.000 Leitern als Mitglieder. Dies ist unserer Verband.

Man sollte darauf achten, was hinter dem Namen des Pfadfinderverbandes steckt. Jeder Verband ist anders geprägt. Hinter manch einem Pfadfinderverband kann sich eine sehr radikale Einstellung zu verschiedenen Themenbereichen wie Politik, Religion und Erziehung verstecken. Deshalb wird ihnen eine Anerkennung vom Weltverband verweigert. Manchmal sind die kleinen Verbände auch einfach eigenbrötlerisch und wollen unter sich bleiben. Das widerspricht zwar dem allgemeinen pfadfinderischen Gedanken, der versucht, Weltoffenheit zu vermitteln. Doch diese Gruppierungen sind nicht von vornherein „schlechtere“ Pfadfinder als andere.

Gerade wenn es darum geht, welcher Pfadfinderverband z.B. für die 11-jährige Tochter der richtige ist, sollte man genau darauf achten, ob der Verband eine gewisse Seriösität hat und was er genau vermittelt. Da Jugendliche und Kinder gerade erst ihre Persönlichkeit entwickeln, sind sie durch ihr Umfeld noch leicht beeinflussbar. Meinungen und Ideale können ihnen gezielt eingeflößt werden.

DPSG

Der Stamm Limburg sieht sich in dem Konzept der DPSG, also als weltoffene, christlich katholisch geprägte Pfadfinder. Dabei ist es uns wichtig, dass wir keine politische Ausrichtung vertreten, sondern selbständig unsere Meinung bilden und äußern können.

Die Pfadfinderkluft (Die „Uniform“)

Die Verbindung zu paramilitärischen Organisationen ist schnell gezogen, da die Pfadfinder oftmals einheitliche Kleidung tragen. Diese entspricht jedoch nicht der Uniform der Soldaten, Pfadfinder nennen sie deshalb nach einer aus dem hebräischen stammenden Wortschöpfung: „Kluft“. Die Pfadfinder in Deutschland legen großen Wert auf diesen Unterschied, da in der Vergangenheit mit Uniformen in deutscher Jugendarbeit schlechte Erfahrungen gemacht wurden.  Auf der Kluft werden die Aufnäher der Weltpfadfinderorganisation (WOSM), der Internationalen Konferenz katholischer Pfadfinder (ICCS) , des Verbandes, des Stammes sowie persönliche Aufnäher von Lagern und sonstigen Aktionen aufgenäht.

DPSG - Rover

Die Kluft der DPSG – Abgebildete Stufe: Rover

So ist praktisch jede Kluft einmalig und dient vor allem der Wiedererkennung anderer Pfadfinder.

Ursprünglich diente die Kluft dazu soziale Unterschiede unsichtbar zu machen, damit alle Pfadfinder gleich behandelt werden. Es stärkt außerdem die Gemeinschaft nach außen hin. Die Kluft bezeichnet zunächst nur das Pfadfinderhemd. Bei verschiedenen Pfadfinderverbänden gehört jedoch noch eine Hose oder ein Hut dazu. Dies ist bei der DPSG nicht der Fall.
Bilder der Kluft und von Aufnähern findet ihr auf ruesthaus.de.

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